Unser Konzept

Hier finden Sie Ausschnitte aus unserer Konzeption, die wir für uns und Außenstehende als Besonders wichtig erachten.

 

 

Unser Bild vom Kind

 

Jedes Kind ist so viel Person wie ein Erwachsener- nur in einem anderen Lebenszeitraum.

 

Das Kind ist Person, das bedeutet als Geist – Leib - Seele – begabtes Wesen. Es ist Individuum – einmalig und unverwechselbar. Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo und auf seine eigene Weise. Das Kind ist aber auch Sozialwesen, das heißt es lernt an jüngeren und älteren Vorbildern.

 

Jedes Kind ist besonders und einzigartig.

Das Recht der Kinder

 

Wir verstehen die Kinder als eigenständige Persönlichkeit, die ein Recht darauf haben, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden. International sind Kinderrechte in der UN-Kinderrechtskonvention, die in Deutschland 1990 in Kraft getreten ist, festgeschrieben.

Die wichtigsten Forderungen der Kinderrechtskonvention beinhaltet 4 Grundprinzipien:

  1. Recht auf Versorgung und Überleben

  2. Recht auf Schutz

  3. Recht auf Entwicklung, Bildung und Förderung

  4. Recht auf Beteiligung und Anhörung

 

Sicherung der Kinderrechte

 

Jedes Kind wird so angenommen wie es ist, mit all seinen Stärken und Schwächen. Wir sehen die Kinder als kompetente kleine Menschen, schenken ihnen ein offenes Ohr und ermutigen sie dazu, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und in Worte zu fassen. Wir geben ihnen Hilfe , wenn sie sie brauchen und schützen sie vor Gefahren. Das Recht auf Bildung bieten wir auf unterschiedliche Weise an, im Freispiel, bei angeleiteten Angeboten und bei der Setzung von Impulsen, bei denen die Kinder die Möglichkeit der Weiterentwicklung haben. Meinungen, Wünsche und Sorgen der Kinder werden gehört und ernst genommen.

Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein Leben hindurch die kalte Welt aushalten“

(Zitat Jean Paul)
 

Unsere Rolle als ErzieherInnen

 

  • Erkennen von Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Förderung dieser

  • Wegbegleiter der Kinder als PartnerIn, als Mitspielende(r)

  • Regelmäßige und gezielte Beobachtung und Dokumentation jedes einzelnen Kindes und der Gesamtgruppe, um das pädagogische Handeln danach auszurichten

  • Den Kindern Vertrauen entgegen bringen, ihnen Raum und Möglichkeit geben sich auszuprobieren

  • Den Kindern mit Wertschätzung begegnen

  • Die Kinder, ermutigen eigene Erfahrungen zu machen und Lösungen zu finden

  • Partnerschaftlich auf Augenhöhe mit Kindern, Erziehungsberechtigten, Kooperations- und Netzwerkpartnern kommunizieren

  • Standpunkt beziehen, setzt sich ein und bleibt offen für Neues

  • Die Arbeit transparent machen

  • Kontinuierliche Aktualisierung des breitgefächerten Fachwissens durch Reflektion und Weiterentwicklung eigener Kompetenzen

  • Weitergabe des Fachwissens an das Team und Fachleute, an Eltern und Kinder

  • Regelmäßige Reflektion der Arbeit im Team

  • Für eine fröhliche, entspannte, angstfreie Atmosphäre sorgen, die sich entwicklungsfördernd auf die Kinder auswirkt

  • Aufrichtiges und authentisches Auftreten

  • Mimik und Gestik aufeinander abstimmen, um nicht zu irritieren oder zu verwirren

  • Den Kindern ermöglichen in ihrer eigenen Selbständigkeit unbeschadet die Stolpersteine des Lebens zu überwinden

Es ist für uns selbstverständlich, nicht die Schwächen der Kinder hervorzuheben, sondern mit ihren Stärken zu arbeiten.


 

Pädagogischer Ansatz

 

Unsere Einrichtung orientiert sich am „Lebensbezogenen Ansatz“ nach Nobert Huppertz

 

Im Mittelpunkt des „Lebensbezogenen Ansatzes“ steht das Kind mit seinen Erziehungs- und Bildungsbedürfnissen. Ein pädagogischer Ansatz, der aktueller denn je ist, gerade wegen seiner klar ausgewiesenen Bildungsorientierung.

Unser Konzept ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die ErzieherInnen pädagogische Ziele und Inhalte der Bildung, Erziehung und Betreuung mit den Kindern und ihren Bedürfnissen suchen, vielfältige Möglichkeiten der Umsetzung praktizieren.

 

Lebensbezogener Ansatz“ heißt für uns: partnerschaftlicher Erziehungsstil.

 

Das Leben der Kinder wird ganzheitlich verstanden. Die pädagogischen Fachkräfte nehmen „das Leben“ jedes einzelnen Kindes in den Blick und beziehen darauf ihre Arbeit. Es werden Projekte, aber auch einzelne Aktivitätsangebote geplant und durchgeführt. Situationen, Ideen und Wünsche werden von den Kinder geäußert, aufgegriffen und in die Arbeit einbezogen.

Eine wichtige Grundlage für unser pädagogisches Handeln bildet die Kenntnis über die Lebenssituation der Kinder.

Bildungsbereiche

 

Die Bildungsbereiche des Bildungsprogramms „Bildung Elementar – Bildung von Anfang an“ stellen den Orientierungsrahmen für unser pädagogisches Handeln dar. Die Aufgliederung der Bildungsprozesse von Kindern nach Bildungsbereichen ist eine Methode, die dabei unterstützt, herauszufinden, was Kinder in einer bestimmten Situation oder auch situationsübergreifend und über einen längeren Zeitraum interessiert. Die Bildungsbereiche dienen als „Brille“, durch die auf die umfassenden Bildungsprozesse von Kindern geschaut werden kann.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

 

Körper                           Grundthemen des Lebens                     Sprache

Bildende Kunst               Darstellende Kunst                              Musik

Mathematik                               Natur                                           Technik


 

Beobachtung und Dokumentation


 

Jedes Kind hat das Recht darauf, dass seine Bildungsprozesse von pädagogischen Fachkräften systematisch beobachtet, analysiert und dokumentiert werden. (Bildungsprogramm Sachsen-Anhalt)

 

Um dieser Anforderung gerecht zu werden, führen wir regelmäßige Beobachtungen von jedem Kind durch und dokumentieren diese. Mit diesen intensiven Beobachtungen können wir die :

  • Individualität der Kinder erkennen (Eigenarten, Interessen, besondere Fähigkeiten, mögliche Defizite frühzeitig erkennen)

  • Veränderungen in der Entwicklung erkennen

  • Hintergründe von Verhaltensauffälligkeiten erkennen (Viele Hintergründe und Zusammenhänge blieben ohne Beobachtung bei der alltäglichen Arbeit im Verborgenen)

  • Zusammenhänge zwischen kindlichem und Erzieherverhalten aufdecken (Kinder reagieren sehr sensibel auf Besonderheiten im erzieherischen Verhalten)

  • Grundlagen für die Arbeit im Erzieherteam und mit den Eltern schaffen (Abstimmung im erzieherischen Verhalten der Teammitglieder, Auskünfte gegenüber Eltern-Entwicklungsgespräche)

  • Wünsche, Interessen und Themen der Kinder erkennen

 

Alle Beobachtungen und Ergebnisse werden schriftlich im Portfolio (Sammelmappe) in Wort und/oder Bild für jedes Kind festgehalten. Diese Dokumentation erfolgt in Form von Lerngeschichten, Kinderarbeiten, Ergebnisprotokollen und Fotos und bilden die Grundlage für die jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche.

Im Rahmen der Schwerpunktaufgabe „Beobachtung und Dokumentation“ werden alters- und entwicklungsabhängig die Beobachtungsinstrumente „Gelsenkirchener Entwicklungsbogen“ und „Auf einen Blick – Beobachtungsbogen für Kinder unter 3“ angewendet.

 

Der Wald

 

Unser lebendiger Raum für die pädagogische Arbeit.

 

Zu allen Jahreszeiten spielt er in seiner Einheit von naturbezogenem Leben und Lernen für die Kinder eine entscheidende Rolle. Hier können die Kinder in allen Bildungsbereichen nachhaltige Erfahrungen sammeln.

Der Wald ohne „Tür und Wände“ bietet Platz zum Bewegen, Lachen, Weinen, Tanzen und Träumen, Experimentieren, Lauschen = ein Platz zum „Kindsein“.


 

Das Spiel

 

Das Spiel ist die wichtigste Art für Kinder, sich mit sich selbst und ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.

 

Im Spiel erwirbt und verarbeitet das Kind sein Wissen von der Umwelt, entwickelt Fähigkeiten, Probleme zu lösen, gestaltet soziale Beziehungen und erfindet eigene Fantasiewelten. Die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung sowie die Kreativität und Sprachentwicklung der Kinder werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Jedes Kind kann bei uns entscheiden, wann, was, wo und mit wem es spielen möchte. Unser Ziel ist es, den Kinder so viel Spielraum und Spielzeit wie möglich zu geben.

Während der Spielzeit haben die Kindergarten- und Hortkinder die Möglichkeit, sich im gesamten Haus bzw. auf dem Freigelände zu bewegen. Wir geben den Kindern damit so viel Raum wie möglich, um ihre Spielbedürfnisse zu entfalten. Dabei nehmen sich die ErzieherInnen immer mehr zurück.

 

Bedeutung von Partizipation


 

  • Kinder werden in Ereignisse und Entscheidungsprozesse, die das Zusammenleben betreffen, einbezogen

  • Kinder lernen ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern

  • Kinder erfahren, dass ihre Interessen gehört werden und ihre Meinung zählt

  • Kinder lernen einander zuzuhören und Kompromisse einzugehen


 

Unsere Prinzipien der Partizipation


 

  • Wir geben nicht einfach vor und diktieren, sondern die Wünsche, Interessen und Meinungen werden gehört und ernst genommen

  • Es bedeutet freiwillige Machtabgabe und gleichzeitig pädagogische Verantwortlichkeit

  • Sie ist zielgruppenorientiert. Kinder sind nicht alle gleich (Kinder aus Elementar- und Hortgruppen, Jungen oder Mädchen, unterschiedlicher Herkunft, mit und ohne Handicap)

  • Partizipation ist lebensorientiert. Die Thematik muss den Interessen der Kindern entsprechen. Das betrifft die Inhalte sowie die Beteiligungsmethoden.

  • Partizipation bedeutet, Kinder zu begleiten. Es genügt nicht, ihnen Entscheidungsfreiheit einzuräumen und sie dann allein zu lassen. Ihnen fehlen oft Informationen oder alternative Erfahrungen, die eine wirkliche Entscheidung erst ermöglichen.

  • Es bedeutet auch, wer teilnimmt und mitgestaltet, der muss auch Verantwortung tragen.

 

Inklusion/ Integration

 

Inklusion ist die gelebte Pädagogik der Vielfalt.

 

Inklusion bedeutet für uns, jedes einzelne Kind in seiner Lebenssituation, mit seinen eigenen und individuellen Voraussetzungen wichtig und ernst zu nehmen. Dabei geht inklusive Betreuung vom Grundsatz der uneingeschränkten Teilhabe aller Kinder aus. Die gemeinsame Betreuung, Förderung und Bildung aller Kinder entspricht unserem Kindergartenalltag. Diese Gemeinschaft ist wichtig, denn hier können die Kinder die einzigartige Persönlichkeit eines Jeden entdecken.

Liegen besondere Bedürfnisse vor, werden sie in unserem Alltag berücksichtigt. So bieten wir zum Beispiel für Kinder mit besonderem Förderbedarf in Zusammenarbeit mit unseren externen Therapeuten eine besondere Förderung an (Frühförderzentrum Oschersleben, Ergotherapie Logopädie). Diese Förderung betrachten wir nicht als isolierte Handlung, sondern sehen es als Aufgabe aller pädagogischen Fachkräfte alle Kinder teilhaben zu lassen.

 

Elternarbeit

 

Die Eltern beziehen wir von Anfang an ein, d.h. es findet ein reger Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieher statt.

 

Die Eltern stehen für die Kinder als Bezugsperson an erster Stelle. Sie kennen ihre Kinder am besten und sind die „Spezialisten“ für ihr Kind.

 

Daher ist es wichtig, dass Eltern und Erzieher/innen sich austauschen und zum Wohl der Kinder kooperieren. Dies erfolgt durch Elternbriefe und Aushänge. Auch die Tür- und Angelgespräche, die während der Hol- und Bringzeit geführt werden, sind nicht zu unterschätzen. Einmal im Jahr wird, wenn möglich, mit beiden Elternteilen ein Entwicklungsgespräch geführt. Zweimal findet im Jahr ein Elternabend statt von dem mindestens einer themenbezogen ist. Auch Fotos von unserer Arbeit mit den Kindern, die in den Garderoben ausgehängt werden, dienen dem Informationsaustausch.

Gemeinsame Feste, wie das Nikolausfest, das Sommerfest und ein Wandertag, welche zusammen mit den Eltern vorbereitet werden, sind die Höhepunkte im Kindergartenjahr. Das Elternkuratorium, welches alle zwei Jahre am Anfang des Kindergartenjahres neu von den Eltern gewählt wird, ist ein wichtiger Ansprechpartner für alle Eltern, das Erziehungspersonal und dem Träger. Es hat eine beratende Funktion und Mitspracherecht. Im vierteljährlichen Rhythmus und bei besonderen Angelegenheiten trifft sich das Kuratorium zu einer gemeinsamen Sitzung. Elternbefragungen geben uns wertvolle Hinweise für unsere pädagogische Arbeit.

Informiert werden die Eltern auch über Internetpräsentation auf unserer Homepage und per Mail.

 

 

 

 

 

Wir sind gerne bereit offene Fragen zu unserer Konzeption zu beantworten.